Kodierqualität Control Center

Workflow-Unterstützung bei der Aktenprüfung

Das KQ Control Center ist die Zentrale für eine schnelle und komfortable Bearbeitung der im Rahmen des KQ Scoring und KQ Radar gefundenen Auffälligkeiten und der darauf folgenden Aktenprüfung.

Alle auffälligen Fälle, die sich in unterschiedlichen Phasen des Überprüfungsprozesses befinden, sind in einer Liste aufgeführt, die nach verschiedenen Kriterien gefiltert werden kann. Die zuletzt verwendeten Filterkriterien werden beim Verlassen des Programms gespeichert und beim nächsten Start automatisch wieder verwendet, so dass sich Mitarbeiter einfach auf Fälle der Ihnen zugewiesenen Fachabteilung fokussieren können.

Bearbeitungsliste
Listenansicht der überprüften Fälle. Der Filter ist so eingestellt, dass nur Fälle angezeigt werden, bei denen die Kodierung bereits gegen die Akte geprüft wurde.

Der Bearbeitungsstatus der Fälle wird durch ein Symbol mit ein, zwei oder drei roten und grünen Punkten gekennzeichnet. Unauffällige Fälle tragen einen einzelnen grünen Punkt und brauchen nicht weiter beachtet zu werden. Auffällige Fälle sind an einem einzelnen roten Punkt zu erkennen und werden nach einer Sichtung der Kodierung entweder für eine Aktenprüfung vorgeschlagen (zwei rote Punkte) oder als nicht weiter zu verfolgen markiert (rot/grün). Über die Filteroptionen im unteren Bereich des Anwendungsfensters kann die Fallmenge auf Fälle mit einem bestimmten Status eingeschränkt werden.

Die gefundenen Auffälligkeiten werden zusammen mit allen relevanten Daten des Falles in einem Bericht präsentiert.

Einzelfallbericht
Einzelfallbericht. Am rechten Fensterrand befindet sich die Bearbeitungsleiste, in der der Bearbeitungsstatus gesetzt wird und ggf. die vorgenommenen Änderungen sowie der sich ergebende Mehrerlös protokolliert werden.

Nach Durchsicht des Berichtes kann die verantwortliche Kodierkraft entscheiden, ob den Auffälligkeiten weiter nachgegangen werden soll. Bei den meist über Nacht ausgeführten KQ Scoring-Durchläufen befindet sich die Akte in der Regel noch am Kodierarbeitsplatz, so dass eine Überprüfung der gemeldeten Auffälligkeiten ohne zusätzlichen Aufwand möglich ist. Sollten aufgrund unklarer Aktenlage Rückfragen bei behandelnden Ärzten oder beim Pflegepersonal nötig sein, kann ggf. der Status des bearbeiteten Falles auf "Nicht-Abgeschlossen" zurückgesetzt werden, um den Versand der Rechnung an den Kostenträger aufzuhalten.

Ist eine erlösrelevante Korrektur der Kodierung angezeigt, werden die einzelnen Änderungen sowie der resultierende Mehrerlös in der Bearbeitungsleiste auf der rechten Seite des Fensters erfasst. Zusätzlich können zu jedem Fall Notizen erstellt werden, um im Falle einer späteren MDK-Begutachtung schnell auf die Begründung für strittige ICD- oder OPS-Kodes zurückgreifen zu können. Die durchgeführten Änderungen ebenso wie die Notizen werden Bestandteil des Fallberichtes, der in einer eigens für den Ausdruck optimierten Layout-Version zu Papier gebracht und der Patientenakte beigefügt werden kann.

Erfahrungsgemäß kommt es öfter vor, dass Auffälligkeiten, die zur Prüfung eines Falls geführt haben, angesichts des Behandlungsverlaufs zwar begründet erscheinen, die Kodierung jedoch aufgrund einer unzureichenden Dokumentation nicht mehr geändert werden kann. In diesem wie in anderen Fällen, in denen der Revisor sich gegen eine Umkodierung und Neuabrechnung entscheidet, kann der Grund hierfür durch Auswahl aus einer Liste häufiger Ursachen dokumentiert werden. Dies ermöglicht es, nach Abschluss des Revisionsprojekts Problembereiche mit lückenhafter Dokumentation zu identifizieren und gezielt durch Maßnahmen zur Prozessoptimierung die Qualität der Dokumentation dahingehend zu verbessern, dass alle aufwands-, anamnestisch- und erlösrelevanten Umstände über eine „MDK-feste“ Kodierung in die Abrechnung einfließen können.

Dokumentationsbericht
Dokumentationsprobleme. Am rechten Fensterrand befindet sich die Bearbeitungsleiste, in der der Dokumentationsmangel dokumentiert werden kann.

Mehrere Statistik-Berichte ermöglichen Auswertungen nach Fachabteilungen, Prüfregel oder Fallstatus. Auch eine Darstellung der tatsächlich durchgeführten Korrekturen steht zur Verfügung, die auf Gesamthaus- oder Fachabteilungsebene aufzeigt, welche Diagnosen und/oder Prozeduren besonders häufig nachkodiert werden konnten. So können Defizite bei einzelnen Primärkodierern erkannt und durch gezielte Schulungsmaßnahmen beseitigt werden.

Änderungsübersicht
Statistik über die vorgenommenen Änderungen an der Kodierung.